Wandern in den Bergen

 

 

Esterel (Gebirge)

Für die Herkunft des Namens gibt es mehrere Hypothesen. Er wird abgeleitet vom prä-lateinischen ester („steiler Felsen, Felsschlucht“), vgl. hierzu das baskische Dorf Estérençuby oder des Estergebirge in den Bayerischen Voralpen , vom lateinischensterilis („unfruchtbar“), bezogen auf die ertragsarmen Böden oder vom Namen Sueltiri eines keltoligurischen Stammes, der das Gebiet bewohnte. Auf provenzalisch heißt das Gebirge Esterèu.  

Der Esterel liegt im Südosten Frankreichs und springt zwischen Saint-Raphaël ( Var ) und Mandelieu-la-Napoule ( Alpes-Maritimes ) ins Mittelmeer vor. Vom Massif des Maures ist er durch das Tal des Argens getrennt. Sein Relief ist zerklüftet und stark ausgewaschen. Die Küste ist steil und reich an Einschnitten ( Calanques). Von seiner Fläche von 320 km² stehen 130 km² unter Schutz. 60 km² Forstgebiet unterstehen dem Office national des forêts. Die wichtigsten Gipfel sind Mont Vinaigre (618 m) (Gemeinde Fréjus ), Les Suvières (558 m), Pic de l’Ours( 492 m), Cap Roux (453 m), Pic d’Aurelle (322 m), Rastel d'Agay (287 m) Das Klima ist mediterran mit heißen und trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern. Vor allem im Herbst ist das Klima humid , da das nahe Mittelmeer Wärme speichert, und die Regenfälle können wolkenbruchartig sein und zu starker Erosion führen.

 

Das Massif des Maures

Das Massif des Maures (dt. Maurenmassiv, provenzalisch lei Mauras oder lei Mauro) ist ein südfranzösischer Gebirgszug im Département Var. Das Massiv erstreckt sich entlang der Côte d’Azur zwischen Hyères und Fréjus.

Der Name Massif des Maures bedeutet wahrscheinlich „schwarzes Gebirge“, was auf das dunkle Gestein und den dichten Wald hindeutet. Eine andere Theorie führt den Namen auf die Mauren zurück, die nachweislich in diesem Teil der Provence präsent waren.

Das Maurenmassiv gliedert sich in drei Gebirgszüge, die jeweils von West-Südwest nach Ost-Nordost verlaufen und deren Höhe vom Norden zur Küste hin nach Süden abnimmt. Die höchsten Gipfel des Massiv sind mit 780 m der Signal de la Sauvette und die Kapelle Notre Dame des Anges (767 m), die sich im Westen des nördlichsten Gebirgszuges nahe Collobrières erheben. Weiter südlich erreicht der mittlere Gebirgszug nahe der ehemaligen Kartause Chartreuse de la Verne eine Höhe von 648 m. Der Höhenzug entlang der zerklüfteten Küste der Côte d'Azur erreicht mit 528 m nahe Cavalaire-sur-Mer sein Maximum.

Geologisch gesehen gehören zum Maurenmassiv auch die Halbinseln von Saint-Tropez und Giens, die Îles d’Hyères, das westlich von Toulon gelegene Cap Sicié sowie das Massif de Tanneron im Nordosten.

Obschon direkte Vorberge der Meeralpen (auch Seealpen genannt), gehört das Mittelgebirge nicht zum System der Alpen, sondern bildet einen verschleppten Rest der Apulischen Platte. In den heute gängigen Gebirgsgruppengliederungen der Alpen werden die Maures durchwegs nicht mehr erfasst. Geologisch stehen sie eher mit Korsika in Zusammenhang.

Chartreuse de la Verne

Die Chartreuse de la Verne ist eine ehemalige Kartause zwischen den Orten Cogolin und Collobrières im Département Var im Süden Frankreichs . Von gewaltigen Schutz- und Stützmauern umgeben liegt sie wie ein Bollwerk in der Nähe einer Quelle auf einem plateauartigen Bergvorsprung (415 m hoch) in einsamer Waldlandschaft mitten im Maurenmassiv . Die bedeutenden Klosteranlagen aus dem 12. bis 18. Jahrhundert werden zurzeit dank der tatkräftigen Unterstützung der „Association des Amis de la Verne“ (Freundeskreis der Chartreuse de la Verne) umfangreich restauriert. Mit dem Wiederaufbau der Mönchszellen und der ersten romanischen Kirche sowie anderer Gebäudeteile sind die Restaurierungsarbeiten nun (2006) in eine entscheidende Phase getreten. Besichtigung Der kurvenreiche und schmale Straße (D214) ist inzwischen bis zur Kartause befahrbar. [1] Außer dienstags kann die Anlage besichtigt werden. Im Januar ist das Kloster anlässlich der „fermeture annuelle“ geschlossen. [2] Die Gottesdienste können besucht werden.

Verdonschlucht

Die Verdonschlucht, französisch Gorges du Verdon , umgangssprachlich auch Grand Canyon du Verdon , ist eine Schlucht in der französischen Provence , Département Alpes-de-Haute-Provence . Sie beginnt flussabwärts nach der Stadt Castellane und endet nahe Moustiers-Sainte-Marie im Stausee Lac de Sainte-Croix . Durch den etwa 21 km langen und bis zu 700 Meter tiefen Canyon fließt der türkisfarbene Fluss Verdon . Die Gorges du Verdon sind neben der Tara-Schlucht einer der größten Canyons Europas und Hauptbestandteil des nach ihm benannten Regionalen Naturparks Verdon . Das Wandern in den unzugänglicheren Regionen der Schlucht ist sehr beliebt und gilt als ungefährlich. Die bekannteste Wander-Route durch den Verdon-Canyon beginnt und endet in der Mitte des Canyons an einem Aussichtspunkt, von dem es relativ steil über Serpentinen bergab geht. Sie führt entlang des Sentier Martel. Der Abstieg beginnt von der Route de Crête, am Vereinshaus "La Maline". Unten am Fluss angelangt sollte man sich an der dortigen Weggabelung nach Norden halten und dort zügig dem Wegverlauf stromaufwärts folgen. Im Verlauf der fast sechsstündigen Wanderung – ohne Möglichkeit eines Zwischenausstieges – führt der Wanderweg beständig bergauf-bergab und über einige künstlich angelegte Leitern und Treppen abwärts. Eine davon (Brèche Imbert) ist recht steil und führt über 252 Stufen von einem Aussichtspunkt hinunter. Kurz vor Ende der Route führt der Weg durch zwei hintereinander liegende Tunnel, die als einzige Möglichkeit weiterführen. Hier sollte ursprünglich der Fluss komplett umgeleitet werden, doch das Projekt wurde nach dem Zweiten Weltkrieg aufgegeben. Die Länge des ersten Tunnels beträgt 110 m, die des zweiten 657 m. Insgesamt ist für diese Bergwanderung mit etwa fünf bis sechs Stunden reiner Gehzeit zu rechnen. Am End- bzw. Ausgangspunkt Point Sublime im Norden befindet sich ein weiterer Parkplatz. Für die Rückfahrt zum Ausgangspunkt besteht die Möglichkeit ein Schluchtentaxi oder einen, allerdings selten verkehrenden, Linienbus zu benutzen.

Der Mont Ventoux

Mit 1.912 m überragt der Mont Ventoux die Gegend rund um Carpentras und ist damit der höchste Berg in dieser Region der Provence. Er liegt in den provenzalischen Voralpen zwischen Malaucène im Westen und Sault im Südosten. Über 1.000 Pflanzenarten und 100 Vogelarten sind auf dem „Berg der Winde“ beheimatet. 1994 wurde daher der Mont Ventoux zu einem Biosphärenreservat („Réserve de la Biosphère“) von der UNESCO erklärt, um diese einmalige Naturlandschaft zu schützen. Der Mont Ventoux ist ein beliebtes Ausflugsziel und übt einen großen Reiz auf die Besucher aus. Neben der außerordentlichen Pflanzen- und Vogelwelt, bietet er dem Besucher eine unglaubliche Aussicht vom Gipfel. Bei gutem Wetter kann man gleichzeitig das Mittelmeer, den höchsten Gipfel der Alpen sowie die Pyrenäen sehen. Drei unterschiedliche Straßen führen den Mont Ventoux hinauf. Auf dem Weg nach oben durchquert man verschiedene Klima- und Vegetationszonen. Am Fuße des Berges trifft man auf eine typisch mediterrane Vegetation mit Obstplantagen und Weinbergen. Dann begegnet man wunderschönen Buchen-, Eichen-, Kiefer- und Lärchenwäldern, später riesigen Mohnfeldern. Der Gipfel selbst gleicht einer Mondlandschaft. Hier wächst nichts. Der Aufstieg zum Gipfel lohnt sich vor allem im Frühling, wenn alles in Blüte steht – ein Erlebnis der besonderen Art.

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